Ehe für alle: Die EDU bereitet sich für ein Referendum vor

MEDIENMITTEILUNG zur parlamentarischen Initiative Ehe für alle

 

Der Nationalrat hat am heutigen Mittwoch, 3. Juni 2020 begonnen, über die parlamentarische Initiative «Ehe für alle» zu debattieren. Der abschliessende Beschluss aber ist «auf unbestimmte Zeit» vertagt worden. Die EDU bedauert, dass sich eine mehrheitliche Zustimmung zu diesem Vorstoss abzeichnet. Es ist unnötig und falsch, in Zeiten der fordernden Coronakrise eine gesellschaftspolitische Zerreissprobe vom Zaun zu reissen, welche die Gesellschaft spaltet und zukunftsentscheidende Prozesse lähmt. Sollte die Vorlage vom National- und Ständerat angenommen werden, wird die EDU zusammen mit verbündeten Kräften das Referendum ergreifen müssen.

Der Vorstoss der Grünliberalen-Fraktion will auf rechtlicher Ebene den Begriff Ehe durch «Lebensgemeinschaft» ersetzen und für gleichgeschlechtliche und transsexuelle Menschen «öffnen». Wir lehnen diese Verwässerung der Institution Ehe ab. Auch wenn es in einem ersten Schritt ausschliesslich um die Frage der Eheschliessungen «für alle» geht, würden weitere Forderungen wie der Zugang zu Samenspenden für lesbische Paare, die Zulassung für Kindsadoptionen oder dereinst sogar die Leihmutterschaft nicht lange auf sich warten lassen.

Für uns ist die Ehe die natürliche, bewusst eingegangene Verbindung von Mann und Frau, aus welcher Kinder entstehen, welche die Gesellschaft von morgen gestalten. Mit uns sind wohl hunderttausende Menschen aller Gesellschaftsschichten der bewährten Ansicht, dass Kinder einen Vater und eine Mutter brauchen, um sich optimal zu entwickeln. Selbstverständlich sollen gleichgeschlechtlich empfindende Menschen respektiert und geschätzt werden. Rechtliche Absicherungen sind allerdings problemlos ausserhalb des Rechtsinstituts der Ehe möglich.

Bereits 2019 hat eine Mitgliederversammlung der EDU einstimmig beschlossen, gegen die Ehe für alle das Referendum zu ergreifen. Die Sondierungen und Vorbereitungen dazu haben begonnen. Sollten der Nationalrat und der Ständerat – letzterer voraussichtlich im Herbst 2020 – der Ehe für alle zustimmen, wird ein breit abgestütztes Referendumskomitee bereitstehen. Als Anlaufstelle für Interessenten aus der Bevölkerung dient die Website www.ehe-erhalten.ch.


Für weitere Auskünfte:

Hans Moser, Präsident EDU Schweiz, 079 610 42 37
Roland Haldimann, Vizepräsident EDU Schweiz, 079 435 36 40

Für Bieler Amtsperiode 2016 - 2020